28. oktober 2010 - 29. juli 2011

Sonntag, 9. Januar 2011

draufstehen-klicken-ducken


gerne reisen bedeutet wohl auch orte zu erreichen, die einzigartig und besonders sind. einer dieser speziellen orte ist ohne zweifel la mitad del mundo (die mitte der welt) und liegt circa dreiundzwanzig kilometer nördlich von quito. es stellt ein äquatormonument dar und markiert den ort an dem 1736 die genaue position des äquators bestimmt wurde. das bauwerk, welches sozusagen genau auf den äquator gebaut wurde, trägt auf seiner spitze eine weltkugel von 4,5 zentimetern durchmesser und ist ungefähr dreißig meter hoch. dieses monument ist einer der wohl beliebtesten anlaufpunkte für touristen in ecuador und jeder möchte ein gestelltes oder auch natürliches bild auf dem äquator erhaschen. es wimmelt dort von klickenden kameras, großen augen und neuartigen fotoposen. also umrundet man dort einige male das monument, macht diverse besagte fotos und vergegenwärtigt sich regelmäßig, dass man offenbar in diesen momenten mit beiden beinen auf dem äquator steht. in vielen punkten unterschieden wir uns kaum von den übrigen besuchern, in anderen vermutlich doch. es war ein guter tag um sich auf dem äquator herumzutreiben, denn die sonne schien beinahe den ganzen tag, was für quito und umgebung definitiv keine norm ist, und ein wind sorgte dafür, dass es nicht unerträglich heiß wurde. anschließend verließen wir die mitte der welt und trieben wieder richtung quito, um uns startende und vor allem landende flugzeuge im abendlicht am aeropuerto quito anzuschauen. dieses schauspiel ist in der tat ein etwas besonderes, da sich der flughafen quito nicht mit einer riesengroßen fläche schmücken kann, die landebahn also auffällig kurz ist. für unerfahrene piloten müssen es minuten der panik sein, für passagiere vermutlich ebenso, denn es scheint als würden die flieger hohe gebäude kurz vor der landung streifen, um dann kurz vor ende der bahn zum stehen zu kommen. wir positionierten uns am zaun mit blickrichtung auf die ankommenden flugzeuge und mit der landebahn im rücken. wir verbrachten eine lange zeit mit warten und staunen aber das erste flugzeug wird unvergessen bleiben, denn in dem moment, als es über unsere köpfe hinwegflog, wurde der reflex des duckens eingeleitet und die maschine schien zum greifen nah. so genossen wir am späten nachmittag noch einige minuten adrenlin und machten uns als es dunkel wurde auf den weg nach cumbayá zurück. ein guter samstag in ecuador.

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