das oben präsentierte foto ist das tafelbild meiner letzten unterrichtsstunde vor dem großen weihnachtsurlaub und beinhaltet allerhand symbole der weihnachtszeit auf englisch. in den letzten wochen, seit dem zweiten advent, hat der arbeitsalltag seine existenzberechtigung erhoben und ich fügte mich seinen bedürfnissen soweit es in meine macht stand. die zeit vor weihnachten ist die zeit der prüfungen und so wollen sowohl eltern als auch schüler alles tun, um eine gute endnote zu bekommen. aus diesem grund strömten sie in scharen durch die quietschende eingangstür der sprachschule und ließen sich spannende aber auch langweilige phänomene verschiedener sprachen erklären.
der freitag vor dem dritten advent gehörte der erkundung cumbayás. wir waren auf der suche nach einer sushibar und wir fanden eine, im herzen der stadt, nahe des zentralen parkes und ich war beeindruckt, denn ich hätte nicht gedacht, dass es in ecuador derart gutes sushi geben würde. das ambiente ansprechend, die bedienung medium freundlich, die preise leicht überzogen aber das essen fabelhaft (obwohl meine loyalität dem erfurter koko sushi selbstverständlich erhalten bleiben wird).
am dritten advent wurde im garten gegrillt: rindfleisch, brot, salat, gegrillte paprika, bier und grappa. es war nicht wie in deutschland, schon gar nicht wie in thüringen aber das sollte es auch nicht sein, jedoch ist die geschlechteraufteilung hier die gleiche. die männer grillen, die frauen sitzen, tratschen und lachen.
vor der grillparty machten wir allerdings noch einen ausflug nach otavalo, denn diese, unter den touristen sehr beliebte, kleinstadt in der ecuadorianischen provinz bietet für alle freunde von märkten eine beeindruckende landschaft bestehend aus handwerk, kunst, kleidung, schmuck, wolle und vielen anderen besonderheiten. so war ich dementsprechend hingerissen und kam nach einigen stunden mit einer vollen tasche und vielen schätzen nach cumbayá zurück. doch auch ohne etwas zu kaufen ist der markt von otavalo durchaus sehenswert, einfach zum schlendern oder zum staunen über die verschiedensten farben, muster und stoffe. fest steht, dass otavalo mich nächstes jahr wiedersehen wird, denn es gibt einige geschenke zu besorgen.
nun ist diese woche beinahe vorüber und es ist eine besondere woche, es ist die woche, in der der urlaub beginnt. nachdem ich gestern meine schüler gebührend in die ferien verabschiedet hatte, bekam ich mein erstes weihnachtsgeschenk von einem meiner jugendlichen lerner. es ist eine kitschige weihnachtskugel gefüllt mir schokoladenkugeln, doch es rührte mich sehr. scheinbar ist es üblich, dass auch die lehrer etwas bekommen. ein schöner brauch!
nun steht die große reise an, die rucksäcke sind gepackt und die vorfreude auf strand und sonne ist groß. am samstag morgen, den siebzehnten dezember, gegen sechs uhr werden wir in einen bus steigen, der uns an die küste ecuadors bringt. weihnachten werden wir mit sand an den füssen und salz auf der haut verbringen, wobei wir uns fest vorgenommen haben, das weihnachtsfest zur deutschen zeit, also sechs stunden früher, ebenfalls gebührend zu zelebrieren. am neunundzwanzigsten dezember werden wir zurückkehren von einer hoffentlich abenteuerlich schönen reise an der küste entlang. internet ist vielleicht schwierig dort aber ein report wird folgen! in diesem sinne wünsche ich ganz wundervolle weihnachten!
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