dass quito ein gefährliches pflaster ist und dass man sehr achtsam sein muss ist kein geheimnis und eigentlich war es nur eine frage der zeit bis es mich trifft. so geschah es gestern auf einer viel besuchten straße mitten in quitos altstadt. das bild, siehe oben , wurde unmittelbar nach einem räuberischem diebstahl aufgenommen, welcher glücklicherweise fast keine verluste zum ausgang hatte. das szenario ist folgendermaßen zu beschreiben: wir spazierten im leichten regen auf dem bürgersteig und waren gerade auf dem weg zum palast des präsidenten, als plötzlich von hinten heftig gedrängelt wurde. ich hatte in voraussicht meinen arm dicht an die jackentasche geklemmt, in der sich meine kamera befand und als das drängeln begann, drückte ich den arm noch fester gegen die tasche, sodass kein durchkommen war. dachte ich! verwunderlich war, dass es keinen grund zum drängeln gab und so ging ich einen schritt zur seite, um einerseits zu sehen, wer mich bedrängte und zum anderen um die ungeduldigen vorbei zu lassen. jedoch war man offenbar nicht gewillt mich von rechts zu überholen und blieb dicht hinter mir, was mich schon stutzig machte, doch was tun, also weitergehen. dann schließlich blieb ich entschlossen stehen und wollte mich, diesmal von links überholen lasse. das war die gelegnheit für die beiden kleinen frauen, denn links befand sich die eigentlich gut beschützte kamera. in dem moment, indem ich platz machte, spürte ich auch schon eine hand blitzschnell zwischen meinen arm und meine jacke flitzen, gezielt in die tasche mit dem reizvollen. weil ich sowieso sensibilisiert war und eine ahnung hatte, war ich nicht allzu überrascht aber trotzdem nicht weniger überrumpelt. aus reflex und weil die diebin sich nicht allzu schlau anstellte die flucht zu ergreifen, drehte ich mich flink um und griff im gleichen moment ihren arm. leider flog meine kamera dabei im hohen bogen auf die straße und ich eilte schnell hinterher bevor das nächste auto sie erwischte. dieser plan hat funktioniert und auf dem foto ist der augenblick zu sehen indem ich die kamera wieder in die hosentasche steckte, sichtlich genervt. einige minuten später, nachdem der kleine schock verdaut war, überprüfte ich die funktionstüchtigkeit und musste feststellen, dass der akku fehlt. er muss bei dem sturz hinaus gefallen sein. leider ein verlust aber am ende eben doch glück im unglück. jedenfalls werde ich weiterhin alles tun, um derartige übergriffe auf offener straße zu verhindern und mein eigentum zu schützen, indem ich übermäßig vorsichtig bin. im anschluss besuchten wir den palast und ließen uns von einer sichtlich gelangweilten angestellten führen, was sehr schnell ging und deshalb nicht ausreichend informativ. so war dieser durchwachsene samstag in quito, der glimpflich ausgegangen ist.
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