28. oktober 2010 - 29. juli 2011

Montag, 8. November 2010

fliegen-ankommen-umsehen


am 28. oktober um 10:45 uhr wurde ich am frankfurter flughafen vom personal der fluggesellschaft zu meinem platz gewiesen, der zu meiner enttäuschung kein fensterplatz war,
allerdings mit blick AUF das fenster und somit mit minimaler sicht AUS dem fenster. rechts neben mir ein sehr ruhiger mann mittleren alters, welcher im prinzip den gesamten flug über seelig schlief, links neben mir ein betrunkener US-amerikaner, der sich gerne auch über drei sitzreihen hinweg mit seinen amerikanischen kollegen austauschte. Es gab bratwurst mit sauerkraut und kartoffel-pü, zum nachtisch pflaumenkuchen und es schmeckte genau so wie flugzeugessen schmeckt.

gegen 14:20 uhr ortszeit landete der flieger auf dem streng bewachten houston airport und die kontrolle mit allen schikanen konnte beginnen. fotoshooting, elektronische fingerabdrücke, jeweils von beiden daumen, beiden zeigefingern, sowie beiden händen und das selbstverständlich doppelt, man möchte ja auf nummer sicher gehen. klar! außerdem gab es gefühlte 8 phasen der pass- und sonstigen papierkontrolle als auch diverse ausfüllstationen an denen unmengen an papier verschwendet wird. von den knapp drei stunden aufenthalt also blieben schüchterne 30 minuten zum fotos machen und fliegende sowie stehende flugzeuge beobachten.

gegen 17:10 uhr dann stiegen eine überschaubare menge passagiere, inclusive mir, eine kleine eher rustikale maschine, die uns heil nach quito bringen sollte. es gab fernseher an den kopflehnen des vordermannes, allerdings wurde die nutzung jener ab start kostenpflichtig. so begnügte ich mich mit lesen, musik hören und immer wieder plötzlichem aufschrecken ob der turbulenzen, die sich zahlreich präsentierten. die landung in quito habe ich dank der vorangegangenen anstrengungen verschlafen und erwachte bei stillstand des flugzeugs. es war gegen 23:05 uhr als ich den "aeropuerto internacional mariscal sucre" betrat und nach einem relativ kurzen check meiner papiere vor eine unerwartet großen menge wartender leute geriet. nun war meine suche von vornherein nicht sehr anspruchsvoll, denn ich musste nur nach einer blonden jungen frau mit ihrem südamerikanische mann ausschau halten. nach einer obligatorischen verwechslung mit einer ebenfalls blonden frau, fand ich das junge ehepaar und sie mich.

wir stiegen nahe des flughafengeländes in ein ungewöhnlich "untaxiartig" (neumodischer neologismus) anmutendes vehikel. der fahrer war keine zwanzig aber machte aber dafür hinter dem steuer eine souveräne figur. nach in etwa 15 minuten durch die straßen des nächtlichen quitos und darüber hinaus, erreichten wir eine sanft orange beleuchtete villa in einem kleinen städtchen namens cumbayá. dann hieß es, tasche abstellen, zimmernachbarin begrüßen und bett einliegen.

am nächsten morgen lernte ich drei weitere bewohner des zweiten stockwerkes kennen und adhoc fand ich mich und den anderen neuen gemeinsam mit der blonden frau auf einem rundgang durch cumayás straßen und wichtigen ecken. es gibt einige einkaufsmöglichkeiten im, circa 8 minuten fussweg, erreichbaren pueblo und eine monopolistische einkaufsmöglichkeit (supermaxi, der kleinen schwester von megamaxi) etwas weiter oben. cumbayá wird überwiegend von der wohlhabenderen bevölkerung der gegend bewohnt und so steht es um die rate der kleinen und großen kriminalität relativ gut, was mir als "tourist" (vorerst) sehr entgegen kommt. so ging mein erster tag in ecuador mit viel sehen und kennenlernen zu ende.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen